Lupa entstand aus der Überzeugung, dass die vorhandenen Werkzeuge der wachsenden Komplexität des gewerblichen und industriellen Energiemarkts nicht mehr gewachsen sind.

Mit dem steigenden Anteil der Photovoltaik am europäischen Strommix erleben die Länder ein Überangebot an Strom in den wichtigsten Sonnenstunden, und damit werden Zeiträume mit negativen Preisen immer häufiger. Eine Folge dieser Entwicklung ist, dass Länder feste, langfristige Einspeisevergütungen für Photovoltaik zurückfahren, was die Wirtschaftlichkeit gewerblicher Dachanlagen erheblich verändert.

Gebäude können nicht länger einfach erzeugen und verbrauchen. Um in dieser neuen Lage aus deutlich geringerer Förderung und schwankenderen Strompreisen das Beste zu machen, müssen sie auf Preissignale aus dem Netz reagieren und danach entscheiden, wann sie laden, entladen, verbrauchen und einspeisen. Dieses Verhalten zu modellieren geht schlicht über die Möglichkeiten eines Excel-Modells hinaus.

Lupa beruht auf linearer Optimierung. Der Solver findet die Kombination aus Bezug, Einspeisung, Laden, Entladen und Abregeln, die über das Jahr die geringsten Gesamtkosten ergibt, unter den Grenzen, die den Standort wirklich binden. Dabei entsteht ein Bild davon, wie dieses Gebäude tatsächlich gefahren würde, halbe Stunde für halbe Stunde, über ein ganzes Jahr.

Gebäude bleiben nicht, wie sie sind

Die übliche Modellierung von Photovoltaik und Speichern nimmt das Gebäude so, wie es heute ist. Die notwendige Elektrifizierung unserer Heizungssysteme, der wachsende Bedarf, Arbeitsstätten elektrisch zu kühlen, die Ausbreitung von Elektrofahrzeugen und ein höherer Grad an Automatisierung erhöhen den Strombedarf unserer Gebäude jedoch zusammengenommen erheblich.

Zugleich sind die Netze so stark ausgelastet wie nie und die Strompreise schwankungsreicher als zu irgendeiner anderen Zeit.

Es ist entscheidend zu verstehen, wie sich das Verhalten unserer Gebäude voraussichtlich ändert und ob sich das mit Photovoltaik und Batteriespeichern vor Ort und mit einem größeren oder flexibleren Netzanschluss auffangen lässt.

Mit Lupa lassen sich verschiedene mögliche künftige Verbräuche abschätzen, entweder indem elektrische Wärme, mechanische Kälte und Ladevorgänge über den bestehenden Verbrauch gelegt werden, oder indem die Betriebsart des Gebäudes ganz geändert wird. Das alles steht Ihnen vom ersten Tag der Testphase an für Ihr eigenes Gebäude offen.

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